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«Bipolar – was ist das?» - Referat am Montag, 18.11. SG & 25.11. Wil
Ein gewisses Ausmass an Stimmungsschwankungen ist völlig normal. Wenn diese Stimmungsschwankungen allerdings von schweren Depressionen bis hin zu manischen Phasen reichen, spricht man von einer bipolaren Störung. Unter den extremen Gefühlsschwankungen und dem unberechenbaren Verlauf leiden nicht nur die Betroffenen. Auch das private sowie berufliche Umfeld können von dieser Krankheit stark beeinträchtigt werden. Doch wie entsteht eine bipolare Störung überhaupt? Und wie lässt sich diese Krankheit wirkungsvoll behandeln? Diese und weitere Fragen beantwortet Bernhard Winkler, Oberarzt der Psychiatrie St.Gallen Nord im öffentlichen «Referat am Montag».
Ernsthafte Gefahr ohne Diagnose
Bei vielen Betroffenen bleibt die bipolare Störung lange unbehandelt. Dies liegt einerseits daran, dass die Symptome manisch-depressiver Krankheiten in der Öffentlichkeit wenig bekannt sind und daher nicht erkannt werden. Andererseits lassen Betroffene manische Phasen nur selten ärztlich abklären, wodurch oftmals die Fehldiagnose Depression gestellt wird. Eine solche Fehldiagnose stellt für den Betroffenen eine ernstzunehmende Gefahr dar. Ohne eine wirksame Behandlung der bipolaren Störung treten die einzelnen Phasen in immer kürzeren Abständen und intensiver auf. Auch Suizidgedanken häufen sich. Eine sorgfältige Diagnosestellung durch einen erfahrenen Psychiater verhindert diese Entwicklung und ermöglicht eine wirkungsvolle Behandlung.
Akutbehandlung und Vorbeugung
Die bipolare Störung ist eine ernsthafte Erkrankung, die Betroffene als Veranlagung oft ein Leben lang begleitet. Richtig behandelt treten die Symptome dieser Krankheit allerdings deutlich schwächer auf oder verschwinden sogar ganz. Damit dies erreicht wird, müssen akute Phasen rasch erkannt und behandelt werden. Genauso wichtig ist es allerdings, zukünftigen Krankheitsphasen mit der sogenannten Phasenprophylaxe vorzubeugen. Welche Medikamente und Therapieverfahren dabei zum Einsatz kommen, erklärt Bernhard Winkler in seinem Referat.
Zweimalige Durchführung
Die Veranstaltung dauert von 19.30 – 21.00 Uhr. Sie ist öffentlich, die Teilnahme unentgeltlich. Am 18. November 2019 findet sie in St.Gallen statt (Bahnhofgebäude, Bahnhofplatz 2, 1. Stock, Zimmer 122) und eine Woche später, am 25. November, in Wil (Zürcherstrasse 30, Haus C03, Hörsaal) in der Psychiatrie St.Gallen Nord. Es ist keine Anmeldung nötig.